Zahnlexikon von Michaela Höbarth-Haydn, Zahnärztin in Neumarkt/Ybbs    
   
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Was ist Dentin? Was passiert bei einer Wurzelbehandlung? Was bedeutet Okklusion? Viele Antworten auf Fragen zu Fachbegriffen aus der Zahnmedizin finden Sie im Zahnlexikon von Dr. Höbarth-Haydn:
 

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

 
A
Abdruck
Mit einer plastischen Masse werden Kiefer und/oder Zähne abgeformt und später mit Gips ausgegossen. Die so entstehenden Modelle werden entweder zu Diagnosezwecken weiterverwendet oder es wird darauf Zahnersatz oder Zahnspangen hergestellt.

Allergie
Überempfindlichkeit bei bestimmten Menschen gegenüber Stoffen, die in ähnlicher Menge bei anderen Personen unschädlich sind. Dabei kann es sich um natürlich vorkommende Dinge handeln, wie z.B. Pollen, Tierhaare, Hausstaub; aber auch um Medikamente (z.B. Penicillin, Jod).

Amalgam
Füllungsmaterial für den Seitzahnbereich, eine Legierung aus Quecksilber und anderen Metallen, wie Silber, Kupfer, Zinn. Mehr darüber in der entsprechenden Info.

Aphthen
Kleine, schmerzhafte weißlich-gelbliche von einem rötlichen Rand umgebene Flecken auf der Mundschleimhaut, vermutlich durch Viren verursacht, heilen meist von selbst narbenlos nach etwa 1-2 Wochen ab.

Apollonia 2020
Kariesprophylaxeaktion in den nö. Kindergärten, siehe Info.

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B
Bakterien
Kleinstlebewesen. An Zähnen, Mundschleimhaut und Zahnersatz können sie festhaftende Beläge (sog. Plaque) bilden, bei Zuckerzufuhr ständig Säure produzieren und so Karies verursachen. Durch Stoffwechselprodukte dieser Bakterien kann es auch zu Zahnfleischentzündungen kommen.

Brackets
Kleine Befestigungselemente aus Metall, Keramik oder Kunststoff, die der Fixierung von festsitzenden Zahnspangen dienen. Sie werden direkt auf die Zähne aufgeklebt, um anschließend Drahtbögen, Federn, Gummizüge darin einzubinden, die dann die Zahnbewegungen bewirken.

Brücke
Festsitzender, nicht abnehmbarer Zahnersatz. Erstreckt sich von einem oder mehreren Zähnen über eine Zahnlücke auf den/die nächsten Zähne. Wird heute meist aus Keramik und Metall hergestellt.

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C
(CA® Clear Aligner)
Ein beinahe unsichtbares System zur Korrektur (eher geringgradiger) Zahnfehlstellungen. Es handelt sich dabei um durchsichtige Schienen, die Tag und Nacht getragen werden müssen. Während der Behandlung sind ungefähr jede 3. bis 4. . Woche Abdrücke notwendig. Weitere Informationen unter dem Link > CA® CLEAR ALIGNER

Componeers
Sind Veneers aus Kunststoff, die direkt (ohne Abdruck) auf die Außenseite der Zähne geklebt werden. Details dazu unter dem Link > Componeers
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D
Dentin
= Zahnbein. Umschließt die Pulpa (Zahnmark). Wird im Bereich der Zahnkrone von Schmelz bedeckt. Das Dentin ist härter als Knochen, aber weicher als der Schmelz.
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E
Eckzahn
Von der Mittellinie aus 3. Zahn des bleibenden und des Milchgebisses. Der obere Eckzahn wird im Volksmund auch als Augenzahn bezeichnet. Längster Zahn des Gebisses.

Extraktion
Das Ziehen eines Zahnes.

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F
Färbetabletten
Mit Hilfe von Färbetabletten, die in der Apotheke erhältlich sind, können Zahnbeläge sichtbar gemacht werden.

Fissuren
Furchen, Grübchen, Ritzen an der Oberfläche von Backenzähnen. Es sind dies schwer zu reinigende Stellen, an denen besonders leicht Karies entstehen kann.

Fissurenversiegelung
Durch Überziehen der Fissuren mit einem dünnfließenden Kunststoff wird die Anlagerung von Plaque verhindert und eine leichtere Reinigung ermöglicht.
Es handelt sich in Österreich dabei um eine Privatleistung, die nicht mit den Krankenkassen verrechnet werden kann.

Fluoride
Fluoride in Zahnpasten, Gels und Mundspüllösungen werden in den Zahnschmelz eingelagert und dieser damit gehärtet und widerstandsfähiger gegen Säureangriffe und somit die Entstehung von Karies minimiert. Fluoride können auch in Form von Tabletten oder fluoridiertem Salz zugeführt werden, um den mangelnden Fluoridgehalt des Trinkwassers (in den meisten Orten Österreichs) auszugleichen.

Füllung
Der richtige Ausdruck für "Plombe". Ist ein Zahn von Karies befallen, so muss diese entfernt werden und das so entstehenden "Loch" eben wieder gefüllt werden. Dies kann mit plastischen Materialien, die direkt in den Zahn eingebracht werden geschehen (z.B. Amalgam, Komposite) oder indirekt, d.h. es muss ein Abdruck gemacht werden und die eigentliche Füllung wird am Modell hergestellt (sogenannte Inlays aus Gold, Keramik oder Komposite).

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G
Gebiss
Gesamtheit der Zähne im Ober- u. Unterkiefer. Das Milchgebiss (die ersten Zähne) hat 20 Zähne, das bleibende Gebiss 32 Zähne (inklusive 4 Weisheitszähne).

Geschiebe
Steckverbindungen zwischen den eigenen Zähnen (die überkront sein müssen) und einer Teilprothese (abnehmbarer Zahnersatz) ohne sichtbare Klammern.

Gingivitis
Zahnfleischentzündung. Das Zahnfleisch schwillt an und blutet. Eine Gingivitis entsteht meist durch eine mangelnde oder falsche Mundhygiene, d.h. die Zähne werden zu wenig oder nicht richtig geputzt.

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H
Headgear
Abnehmbares kieferorthopädisches Behandlungsgerät, das teilweise im und teilweise außerhalb des Mundes liegt und über eine Feder und ein Band im Nacken die Oberkieferzähne nach hinten bewegen soll bzw. in Verbindung mit einer ausschließlich innerhalb des Mundes befindlichen Zahnspange das Oberkieferwachstum hemmen soll.
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I
Immediatprothese (auch Sofortersatz)
Abnehmbarer Zahnersatz. Die Teil- oder Totalprothese wird sofort nach der Extraktion von Zähnen in derselben Sitzung eingegliedert.

Implantat
Künstliche "Zahnwurzel" aus Metall, meist Titan, die in einer kleinen Operation vom Zahnarzt in den Kieferknochen eingesetzt wird. Es können damit in Verbindung mit einer Krone ein einzelner Zahn ersetzt werden oder auch kombiniert mit einer Brücke mehrere Zähne. Bei einem zahnlosen Kiefer dienen Implantate auch zum besseren Halt einer abnehmbaren Totalprothese. Implantate sind in Österreich reine Privatleistungen, nur in medizinischen Sonderfällen werden von den Krankenkassen Zuschüsse geleistet.

Inlay
Indirekt, d.h. mit einem Abdruck und damit hergestellten Modell im zahntechnischen Labor gefertigte Füllung ("Plombe"). Diese kann aus Gold, Keramik oder Kunststoff sein. In Österreich keine Kassenleistung.

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J
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K
Karies
Entkalkung und Auflösung von Zahnhartsubstanzen (Zahnschmelz, Dentin), bedingt durch Säuren, die bei mangelnder Mundhygiene durch den Abbau von Zucker durch Bakterien, entstehen. Kariöse Zahnsubstanz muss vom Zahnarzt entfernt und mit einer Füllung versorgt werden.

Kariesprophylaxe
Vorbeugung von Karies. Maßnahmen, die der Entstehung und Verbreitung von Karies entgegenwirken. Säulen der Kariesprophylaxe: Mundhygiene, Ernährung, Anwendung von Fluoriden, regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt. Siehe auch Info Kariesprophylaxe

Kieferorthopädie
Spezialgebiet der Zahn-, Mund- u. Kieferheilkunde, das die Behandlung von Zahn- u. Kieferfehlstellungen umfasst. Dies kann mit abnehmbaren oder festsitzenden Zahnspangen erfolgen.

Klammerzahnkrone
Künstliche Krone in Zusammenhang mit einer Teilprothese. Die Klammern des Zahnersatzes befinden sich beim überkronten Zahn.

Komposite
Dauerhaftes Füllungsmaterial auf Kunststoffbasis, das zahnfarben ist, direkt in den Zahn eingebracht wird und mit einem blauen Speziallicht gehärtet wird. Alternative zu Amalgamfüllungen. Über Vor- u. Nachteile siehe Info Amalgam.

Konstruktionsbiss
Wird zur Herstellung von abnehmbaren Zahnspangen benötigt. Das Kind beisst in eine erwärmte Wachsstange, auf diese Weise wird ein Schlüssel erstellt, um die richtige Lage des Unterkiefers in Relation zum Oberkiefer bei der Anfertigung der Zahnspange zu gewährleisten.

Krone, natürliche
Im Mund sichtbarer Teil des Zahnes (im Gegensatz zur Zahnwurzel).

Krone, künstliche
Ist ein Zahn schon soviel geschädigt bzw. abgebrochen, dass er mit einer einfachen Füllung weder in Form noch in Funktion wiederhergestellt werden kann, muss er "überkront" werden. Dabei wird er "beschliffen", um Platz für die im zahntechnischen Labor herzustellende Krone zu schaffen sowie ein Abdruck für Gipsmodelle gemacht, mit Hilfe derer dann die Krone angefertigt wird. Kronen können aus Keramik und/oder Metall (z.B. einer Goldlegierung) bestehen. Auch (weniger lang haltbare) Kronen aus Kunststoff sind möglich.

Kunststoffteilprothese
Abnehmbarer Zahnersatz aus Kunststoff, der im allgemeinen mit gebogenen Drahtklammern an den im Mund noch verbliebenen Zähnen befestigt wird. Diese Art von Prothese kommt hauptsächlich als Provisorium oder als sog. Immediatprothese zum Einsatz. Bei letzterer wird der Zahnersatz sofort nach dem Extrahieren von Zähnen in den Mund eingegliedert.

Kunststofffüllung
Füllung aus Komposite.

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L
Lokalanästhesie
Örtliche Betäubung. Die "Spritze" beim Zahnarzt. Die Schmerzempfindung wird in einem umschriebenen Bereich für eine begrenzte Zeit ausgeschaltet. Findet in der Zahnheilkunde Anwendung u.a. beim Legen von Füllungen, Wurzelbehandlungen, Extraktionen. Im Gegensatz zur Narkose ist man dabei bei Bewusstsein.
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M
Mahlzähne
s. Molaren

Metallgerüstprothese
Abnehmbarer Zahnersatz (Teilprothese) aus einer speziellen Metalllegierung und Kunststoff, die mit gegossenen Klammern oder klammerlosen Elementen (in Verbindung mit Kronen) an der Restbezahnung gehalten wird. Ist stabiler und haltbarer und schädigt die eigenen Zähne weniger als eine reine Kunststoffteilprothese.

Metallkeramikkrone
Künstliche Krone aus einer Metalllegierung und darauf aufgebrannter Keramikmasse.

Milchzähne
Die "ersten" Zähne, deren Durchbruch im etwa im 6.-7. Lebensmonat beginnt, und die ungefähr zwischen dem 6. und 13. Lebensjahr durch die bleibenden ("zweiten") Zähne ersetzt bzw. ergänzt werden. In welchem Lebensalter die einzelnen Zähne durchbrechen kann sowohl bei Milch- als auch bei bleibenden Zähnen von Kind zu Kind sehr stark variieren. Das Milchgebiss besteht aus 20 Zähnen und sollte bis zum natürlichen Zahnwechsel intakt bleiben, da die Milchzähne auch als Platzhalter für die nachfolgenden Zähne dienen. Siehe auch Zahnwechsel.

Modell
1:1- Nachbildung eines Kiefers aus Gips. Dazu wird ein Abdruck (sozusagen das Negativ) benötigt, der mit Gips ausgegossen wird. Wenn dieser hart ist, hat man das Modell (Positiv).

Molaren
Große mehrhöckrige Backenzähne, die keine Vorgänger im Milchgebiss haben. Die sogenannten Sechsjahrmolaren brechen etwa um das 6.Lebensjahr hinter dem letzten Milchzahn in die Mundhöhle durch. Direkt hinter diesen kommen um das 12. Lebensjahr die zweiten Molaren. Die 3. Molaren sind die Weisheitszähne, die erst im Erwachsenenalter durchbrechen und nicht bei allen Menschen vorhanden sind.

Mundhygiene
Alle Maßnahmen zur Entfernung von Belägen. Häusliche Mundhygiene: v.a. Zähneputzen, mit Hand- oder elektrischer Zahnbürste, Zahnseide, Zahnzwischenraumbürsten, Mundspülungen usw.
Mundhygienesitzungen in der zahnärztlichen Praxis: s. Info Mundhygiene

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N
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O
Okklusion
Zahnreihenschluss, d.h. der Kontakt der Oberkiefer- u. Unterkieferzähne beim Schließen des Mundes (sozusagen beim "Zusammenbeißen").
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P
Parodontitis
Entzündung des Zahnhalteapparats (des sog. Parodontiums), die mit Fortschreiten der Erkrankung mit einem Abbau von Zahnfleisch und Kieferknochen einhergeht. In weiterer Folge führt dies zur Lockerung des Zahnes und schließlich - unbehandelt - zum Verlust. Der Zahn selbst kann dabei völlig kariesfrei bleiben. Ursache der Parodontitis sind Bakterien in der Plaque. Nur durch gute häusliche Mundhygiene und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen mit professioneller Zahnreinigung bzw. weiteren Maßnahmen in der Ordination kann dieser Erkrankung vorgebeugt bzw. ein
Fortschreiten verzögert oder sogar vermieden werden.

Parodontium
Zahnbett; Zahnhalteapparat, der den Zahn elastisch mit dem Kieferknochen verbindet.

Parodontose
Entzündungsfreie Rückbildung des Zahnhalteapparats, meist bedingt durch frühzeitige Kontakte einzelner Zähne beim Zubeißen. Früher wurde der Ausdruck Parodontose auch für Entzündungen des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparats verwendet.

Plaque
Festhaftender Zahnbelag, der aus Bakterien und Speicheleinlagerungen besteht und der Ursache für Karies und Parodontitis ist. Muss daher durch regelmäßige Zahnpflege entfernt werden. Plaque kann mit Hilfe von Färbetabletten sichtbar gemacht werden.

Professionelle Zahnreinigung
Maßnahmen zur Reinigung der Zahnoberflächen in der zahnärztlichen Ordination.
Diese werden meist von besonders qualifizierten zahnärztlichen Assistentinnen ausgeführt und beinhalten die Entfernung von Zahnstein, Plaque, Verfärbungen sowie das Polieren der Zähne. Siehe auch Info Mundhygiene.

Prothese
Im weiteren Sinn künstlicher Ersatz verlorengegangener Körperteile.
In der Zahnheilkunde ist herausnehmbarer Zahnersatz damit gemeint. Es kann sich dabei um Teilprothesen handeln, wenn noch eigene Zähne im entsprechenden Kiefer vorhanden sind, oder um Totalprothesen, wenn Ober- und/oder Unterkiefer komplett zahnlos sind.

Prophylaxe
Vorbeugung von Krankheiten. Siehe auch Kariesprophylaxe.

Pulpa
= das Zahnmark, das als Weichgewebe das Zahninnere ausfüllt. Im Volksmund auch als "Nerv" bezeichnet. Die Pulpa besteht jedoch nicht nur aus Nerven, sondern auch Blutgefäßen und Bindegewebe. Bei einer Wurzelbehandlung wird die Pulpa zur Gänze entfernt.

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Q
Quadrant
Kieferviertel. Durch Unterteilung des Ober- bzw. Unterkiefers nochmals in der Mitte ergeben sich vier Quadranten (rechts oben, links oben, rechts unten, links unten).
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R
Remineralisation
Körpereigene "Reparatur" kleinster Schmelzschäden durch Weidereinlagerung mineralischer Substanzen aus dem Speichel in den Zahnschmelz. Die Remineralisation wird durch die Anwendung von Fluoriden gefördert.

Röntgen
Veränderungen von Hartgewebe (Zahn, Kieferknochen), die durch die alleinige Untersuchung im Mund nicht zu erkennen sind, können mit Hilfe von Röntgenbildern sichtbar gemacht werden. Verminderung der Strahlenbelastung durch digitales Röntgen.

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S
Schmelz
Äußerste Schicht der natürlichen Zahnkrone (=im Mund sichtbarer Teil des Zahnes),
härteste Substanz des menschlichen Körpers.

Schneidezähne
Die vier mittleren Frontzähne im Ober -u. Unterkiefer. Die acht Milchschneidezähne werden etwa um das 7.Lebensjahr durch acht bleibende Schneidezähne ersetzt.
Wie der Name sagt, dienen die Schneidezähne in erster Linie zur Abtrennung der Nahrung und nicht zum Kauen.

Speichel
Mehr oder weniger fadenziehende Mundflüssigkeit, die von den Speicheldrüsen gebildet wird. Besteht hauptsächlich. aus Wasser. Täglich wird etwa ein Liter Speichel produziert. Der Speichel bewahrt die Mundhöhle vor Austrocknung, liefert Mineralien zur Remineralisation des Zahnschmelzes, ist wichtig für die Verdauung. Ist wenig Speichel vorhanden, ist das Kariesrisiko deutlich erhöht.

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T
Teilprothese
Abnehmbarer Zahnersatz, der mit Klammern oder mit klammerlosen Halteelementen (in Verbindung mit Kronen) an noch vorhandenen eigenen Zähne befestigt wird.
Teilprothesen können aus Metall (mit gegossenen Klammern) und Kunststoff bestehen (sog. Metallgerüstprothesen) oder aus Kunststoff mit aus Draht gebogenen Klammern (Kunststoffprothesen). Letztere werden eher als Übergangslösung für andere Versorgungen angefertigt oder kommen als sogenannte Immediatprothesen (Sofortersatz) zum Einsatz, d.h. die Prothese wird gleich nach dem Ziehen von nicht erhaltungswürdigen Zähnen in der selben Sitzung eingegliedert.

Totalprothese
Abnehmbarer Zahnersatz, wenn Ober- und/oder Unterkiefer zahnlos sind. Besteht aus Kunststoff.

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U
Ultraschall
Wellen, deren Frequenz oberhalb der menschlichen Hörgrenze liegt. Wird in der Zahnmedizin zur groben Entfernung von Zahnstein eingesetzt. In speziellen Ultraschallgeräten können auch Prothesen und zahnärztliche Instrumente gereinigt werden. Es gibt auch elektrische Zahnbürsten, deren Reinigungskraft auf Ultraschall beruht.

Unterfütterung
Bei einer Unterfütterung werden schlecht sitzende Teil- oder Totalprothesen durch Auftragen von Material dem Kiefer wieder genau angepasst. Dies kann direkt im Mund geschehen oder indirekt mittels eines Abdrucks und eines daraus angefertigten Modells.

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V
Veneers
Ist eine sehr dünne „Schale“ (ähnlich einem falschen Fingernagel), die zur Verbesserung des Aussehens auf die Außenfläche eines Zahnes geklebt wird. Dazu muss vorher nur wenig natürliche Zahnsubstanz abgetragen werden. Als Material kommt Keramik oder Kunststoff in Frage. Für Keramikveneers, die im zahntechnischen Labor angefertigt werden, ist ein Abdruck notwendig. Kunststoffveneers (z. B. Componeers) können direkt im Mund eingegliedert werden.

Versiegelung
Siehe Fissurenversiegelung.
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W
Weisheitszähne
Die 3.Molaren (die "Achter"), die letzten Zähne des bleibenden Gebisses, die erst etwa ab dem 16. Lebensjahr durchbrechen. Sie können eine oder mehrere Wurzeln besitzen, sind häufig verlagert. Da sie oft nur schwer zu reinigen sind, entsteht leicht Karies. Der entsprechende Zahn wird dann oft besser gezogen. Manche Menschen bekommen gar keine oder weniger als vier Weisheitszähne.

Wurzelbehandlung
Bei einer Wurzel(kanal)behandlung wird das Zahnmark (Pulpa) entfernt und der Wurzelkanal mit einem geeigneten Material wieder aufgefüllt. Dazu können mehrere Sitzungen notwendig sein. Eine Wurzelbehandlung muss bei einer Entzündung des Zahnmarks, die meist mit Zahnschmerzen einhergeht und oft die Folge einer tiefen Karies ist, durchgeführt werden.

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X
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Y
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Z
Zahnbelag
Siehe Plaque.

Zahnbürste
Am weitesten verbreitetestes Hilfsmittel zur Reinigung der Zähne. Zahnbürsten sollten einen kleinen Kopf haben und Kunststoffborsten aufweisen. Elektrische Zahnbürsten sind insbesondere für weniger geschickte sowie körperlich oder geistig behinderte Personen zu empfehlen, da ein Großteil der Reinigungsarbeit sozusagen "von selbst" geschieht. Auch Kinder verwenden sie gerne, weil dem Spieltrieb entgegengekommen wird.

Zahnfleischentzündung
Siehe Gingivitis.

Zahnfleischbluten
Wichtigstes Anzeichen einer Zahnfleischentzündung.

Zahnhals
Beim gesunden Zahn von Zahnfleisch bedeckte Übergangsstelle von sichtbarem Zahnschmelz zur Zahnwurzel. Freiliegende Zahnhälse können Schmerzen beim Essen, Trinken (heiß, kalt, süß) und Zähneputzen sowie bei Berührung auslösen.

Zahnkrone
Siehe Krone.

Zahnmark
Siehe Pulpa.

Zahnputztechnik
Wichtig für eine effektive Reinigung der Zähne und des gesamten Mundraums ist die richtige, systematische Vorgangsweise. Es wurden die verschiedensten Zahnputztechniken entwickelt. Eine relativ leicht zu erlernende und daher besonders für Kinder geeignete Methode ist beispielsweise die sogenannte Rot-Weiß-Technik, bei der in vertikalen Bewegungen die Zahnbürste vom Zahnfleisch zum Zahn geführt wird. Eine schwierigere Technik ist z.B. die Bass-Methode, bei der die Bürste in kleinen Rüttelbewegungen geführt wird und damit auch der Zahnfleischrand schonend gereinigt wird. Horizontale Bewegungen und zu großer Druck sind auf jeden Fall zu vermeiden.

Zahnseide
Effektivstes Hilfsmittel zur Reinigung der Zahnzwischenräume bei eher eng stehenden Zähnen, das leider viel zuwenig verwendet wird. Die richtige Handhabung der Zahnseide erfordert einige Geschicklichkeit und kann beispielsweise im Rahmen von Mundhygienesitzungen beim Zahnarzt erklärt und geübt werden.

Zahnstein
Entsteht aus Zahnbelägen (Plaque), die durch die Einlagerung von Mineralien verhärtet. Zahnstein kann durch häusliches Zähneputzen nicht entfernt werden, sondern nur in der zahnärztlichen Ordination maschinell mit Ultraschall oder speziellen Handinstrumenten. Die raue Oberfläche begünstigt weitere Anlagerungen von bakteriellen Belägen und damit die Entstehung von Zahnfleischentzündungen (Gingivitis).

Zahnwechsel
Schrittweiser Ersatz der Milchzähne durch die bleibenden Zähne ungefähr zwischen dem 6. und 12.-14. Lebensjahr beginnend mit den ersten Molaren (Mahlzähnen) und unteren Schneidezähnen, gefolgt von den oberen Schneidezähnen etwa im Volksschulalter. Anschließend wechseln die Prämolaren (Vormahlzähne) und die unteren Eckzähne. Die letzten verbleibenden Milchzähne sind meist die oberen Milcheckzähne. Bleibende obere Eckzähne sowie die zweiten Molaren vervollständigen zunächst das Gebiss, bis - nach dem 16. Lebensjahr, oft erst im Erwachsenenalter - noch die Weisheitszähne durchbrechen. Individuelle Abweichungen der geschilderten Reihenfolge und Altersangaben sind allerdings häufig.

Zahnwurzel
In der Mundhöhle normalerweise nicht sichtbarer Teil des Zahnes, welcher der Verankerung des Zahnes im Kiefer dient. Im Inneren der Wurzel liegt der Wurzelkanal, in dem sich das Zahnmark (Pulpa) befindet.

Zahnzwischenraumbürste
Hilfsmittel zur Reinigung insbesondere von größeren Zahnzwischenräumen, ähnlich einer Flaschenbürste im Miniaturformat.

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Fr.:

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