Infos für Patienten der Zahnärztin Dr. Michaela Höbarth-Haydn    
   
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Patienteninfo zu Amalgam und Alternativen

Amalgam gehört nach wie vor zu den geeignetsten und noch immer am meisten verwendeten Materialien für Füllungen im Seitzahnbereich (für Backenzähne). Es handelt sich dabei um eine Legierung, die zu ca. 50% aus Quecksilber sowie anderen Metallen wie Silber, Kupfer, Zinn besteht. Amalgam zeichnet sich durch einfache und rasche Verarbeitbarkeit, lange Haltbarkeit (durchschnittlich 7-8 Jahre, aber oft auch - bei guter Mundhygiene - noch viel länger) und hohe Festigkeit aus und ist außerdem preisgünstig.

Bereits seit seiner Einführung in die Zahnheilkunde vor mehr als 150 Jahren wird Amalgam äußerst widersprüchlich in Bezug auf die Quecksilberbelastung diskutiert. Nach derzeitigem Wissenstand gibt es jedoch keine gesicherten Kenntnisse, die auf ein medizinisch nicht vertretbares Risiko bei Verwendung von Amalgamfüllungen hinweisen. Fälle einer nachweisbaren Quecksilberallergie sind selten. Insbesondere für einen gesunden Menschen stellt eine Amalgamfüllung eine kompensierbare Belastung dar. Seit einigen Jahren wird allerdings empfohlen, bei Milchzähnen bzw. Kindern unter 6 Jahren, bei schwangeren oder stillenden Frauen, bei Personen mit herabgesetzter Nierenfunktion und natürlich bei Vorliegen einer Quecksilberallergie auf Alternativen zurückzugreifen. Auch unter Kronen sollten sich keine Füllungen aus Amalgam befinden. Weiters muss man bedenken, dass auch mit der Nahrung Quecksilber in geringen Mengen aufgenommen wird und eine allenfalls vorhandene Quecksilberbelastung nicht alleine durch Zahnfüllungen entsteht.

Abgesehen vom Quecksilbergehalt verliert Amalgam heute auch wegen seiner silbergrauen Farbe an Beliebtheit, obwohl es (wie oben erwähnt) zur Zeit keine wissenschaftlichen Studien gibt, die eine Gesundheitsgefährdung durch Amalgam eindeutig belegen.

Welche dauerhaften Alternativen gibt es?

Die mit Abstand beste: Gar keine Füllung, d.h.: der gesunde Zahn. Durch regelmäßige und richtige häusliche Zahnpflege sowie entsprechende Mundhygienesitzungen mit professioneller Zahnreinigung in der zahnärztlichen Ordination lassen sich Karies und dadurch notwendige Füllungen weitgehend vermeiden. (Siehe auch Info Mundhygiene und Zahnpflegetipps).

Kompositefüllungen ("weiße Füllungen"): aus Kunststoff, zahnfarben. Das Material wird (wie bei Amalgam) direkt in den Zahn eingebracht und mit einem Speziallicht gehärtet. Das Legen einer Kunststofffüllung erfordert mehr Arbeitsschritte und ist daher wesentlich zeitaufwändiger als bei einer Amalgamfüllung. Als Nachteil gilt die Schrumpfung, d.h. das Volumen verringert sich im Laufe der Zeit um einige Prozente, Spalten am Füllungsrand entstehen. Dies wirkt sich bei kleinen Füllungen weniger stark aus. Im Frontzahnbereich (an den vorderen Zähnen), wo meist nur kleine "Löcher" entstehen, stellt eine Kunststofffüllung daher im allgemeinen kein Problem dar. Auch für kleine Füllungen im Seitzahnbereich (besonders an Stellen, wo keine Kaubelastung auftritt) ist dieses Material gut geeignet. Größere Kunststofffüllungen sind in der Haltbarkeit Amalgamfüllungen jedoch unterlegen (durchschnittlich 5-6 Jahre). Manchmal können nach dem Legen einer Kompositefüllung bei dem betreffenden Zahn Schmerzen auftreten. Auch Allergien sind möglich.

Inlays: sogenannte Einlagefüllungen, werden indirekt, d.h. im zahntechnischen Labor hergestellt (ein Abdruck und mindestens eine weitere Sitzung sind nötig).

Goldinlay von Dr. Höbarth-Haydn Goldinlay von Dr. Höbarth-Haydn

- Goldinlays Sind sehr lange haltbar (10-15 Jahre und länger), nicht ganz billig, abgesehen vom gesunden Zahn die beste Alternative. Nachteil: nicht zahnfarben.
   
- Keramikinlays Zahnfarben. Ebenfalls eine sehr gute, lange haltbare und kostenintensive Alternative. Nachteil: Material ist spröde, daher Bruchgefahr.
   
- Kunststoffinlays Aus dem gleichen Material wie ompositefüllungen, jedoch höhere Passgenauigkeit, bessere Belastbarkeit, geringere Schrumpfung. Kosten etwas niedriger als Keramik- bzw. Goldinlays.
   

Wie erfolgt die Verrechnung?

Amalgamfüllungen und Kompositefüllungen im Frontzahnbereich (an Schneide- und Eckzähnen) sind Vertragsleistungen der Krankenkassen.
Alle anderen aufgezählten Alternativen (einschließlich Kompositefüllungen im Seitzahnbereich) sind in Österreich Privatleistungen. Die Krankenkassen ersetzen nach Vorweis der bezahlten Honorarnote einen (meist) geringen Teil der Kosten.

Alles im Überblick

Material
Aussehen
Verträglichkeit
Haltbarkeit
Kosten
Amalgam
silbergrau
altbewährt, setzt Quecksilber frei
lang:
ca. 7-8 Jahre
Krankenkasse
Komposite
zahnfarben
vieles unbekannt, Allergie?
mittelfristig:
ca. 5-6 Jahre
Privatleistung
je nach Größe
Goldinlay
gold
Klassiker,
viel Erfahrung
sehr lang:
ca. 10-15 J.
Privatleistung
je nach Größe
Keramikinlay
zahnfarben
sehr gut
mittelfristig:
ca. 6-7 Jahre
Privatleistung
je nach Größe
Kunststoffinlay
zahnfarben
Allergie?
mittelfristig:
ca. 6-7 Jahre
Privatleistung
je nach Größe


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Ordination:

3371 Neumarkt / Ybbs Kellerstraße 15 / 3 / 2
Tel.: 07412 / 58985

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Telefonzeiten:

Mo.:   12.00-17.00 Uhr
Di.:   08.00-12.00 Uhr
Do.:   08.00-12.00 Uhr

Fr.:

  08.00-12.00 Uhr

 

Behandlungszeiten:

Mo.:   13.00-17.00 Uhr
Di.:   09.00-16.00 Uhr
Do.:   09.00-16.00 Uhr

Fr.:

  09.00-13.00 Uhr
und nach Vereinbarung
 
   
         
         
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